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Dienstag, 29.01.2008

Uns gibt es noch!

Damit unser Blogg nicht einschläft, hier noch eine Meldung aus der Schweiz.

Wir finden es liegt wenig Schnee, in Bern lag so gut wie nie was, aber auch bei Annett in Meiringen sieht es viel zu grün aus, im Tal gab es erst 2 mal richtig schnee und der war schnell wieder weg. So gern hätte ich mich nach der Arbeit in die Langlaufskier geklingt und wäre abgedüst, daraus ist bisher nichts geworden. Oben auf dem Hasliberg liegt allerdings genug, so dass wir schon 2 Tage auf der Piste waren und versucht haben heil runter zu kommen. Dabei waren wir abends ziemlich deprimiert, weil wir von allen Schweizern überholt wurden und so insgesamt unser Fahrstil hier im Vergleich doch arg zu wünschen übrig lässt, aber wir sind ja auch nicht mit Brettern an den Füssen geboren. Ausser dem Pisten runter rasen, haben wir noch Schneeschuhwandern, Touren gehen und Langlaufen gemacht. Langlaufen war letzte Woche, als Doreen uns in Meiringen besuchen war - die war ja so aus dem Häuschen von den Bergen hier und wir haben ein schönes Wochenende miteinander verbracht.

Ausflugsmässig, hat es uns nach Thun verschlagen: schöne kleine verträumte altstadt und der See ist ja so herrlich. Als wir dort waren konnten wir uns bei 15 Grad am Ufer sonnen und ein feines Alpenpanorama geniessen.

In Bern waren wir im Paul-Klee-Zentrum, im Kommunikationsmuseeum und auf dem Münster. Also Paul Klees "Kunst" ist ja so gar nicht unser Geschmack gewesen, der schien uns eher ein aroganter Krakler zu sein, schon zu Lebzeiten hat er seine Werke bewertet und festgelegt, was wohl in eine Ausstellung zu seinem Lebenswerk gehören sollte. Dennoch das neu gebaute Paul-Klee-Zentrum in Bern ist ein tolles Gebäude, doch der Inhalt, naja...Kunst ist halt Geschmackssache.  Dafür war das Kommunikationsmuseeum eine richtige Fundgrube, sehr interaktiv und informativ ging es durch Themen wie Post, Morsern, wie funktioniert eigentlich ein Telefon? oder das Internet? Also wer in Bern ist und Zeit hat, sollte sich das ansehen. Wir haben lange auf perfektes "Münsterwetter" gewartet, das bedeutet, Sonnenschein und klare Sicht, dass man bis in das etwa 70km entfernte Berner Oberland schauen kann.

Mittwoch, 21.11.2007

Fribourg und der Hausberg von Bern


Letztes Wochenende haben wir uns Fribourg
angeschaut – das liegt im gleichnamigen 2-sprachigem Kanton Fribourg nur 30km
südlich von Bern. Die Stadt hatte ein
nettes kleines historisches Stadtzentrum, das haben wir erkundet und waren
danach ziemlich durchgefroren, denn es ist nicht nur weiß sondern auch kalt
geworden.


Als Sonntagsspaziergang sind wir zum und
auf den Gurten gelaufen, der Hausberg von Bern. Dort lag auch Schnee und viele,
viele Kinder rodelten um die Wette, das Wetter war sonnig, aber noch ziemlich
kalt – und so hatte man eine fast perfekte Sicht auf das Berner Oberland –
Jungfrau, Eiger, Mönch klar zu erkennen und irgendwo dazwischen wohne ich im
Moment mitten in den Bergen!






Fribourg



auch die Springbrunnen laufen bei dieser
Kälte noch und geben ein tolles Eis-Wasser-Spiel ab








Blick vom Gurten ins Berner Oberland. Die
drei Spitzen, die da so im Halbkreis stehen sind Eiger, Mönch und Jungfrau. Wer
gut ist kann die berühmt berücktigte Eiger-Nordwand ausmachen…







Blick auf Bern beim Rückweg – das große
lange Gebäude mitten in der Stadt ist das Bundesparlament




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Freitag, 16.11.2007

aus grün wird weiß


So sah es aus, als wir am 14.10. hier in Meiringen ankamen (Blick von dem Haus in dem ich wohne - aus der Küche!)



und die im Karee stehenden (leicht bläulichen) Gebäude gehören zur Klink



dann kam der Schnee langsam die Berhe herunter...doch im Tal ists noch grün



doch seit letztem Dienstag hat es geschneit und es sieht jetzt so aus!
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Mittwoch, 14.11.2007

schon wieder 2 Wochen vergangen


tja, die Zeit rennt hier nur so dahin, die ganze Woche arbeiten und am
Wochenende so viel wie möglich unternehmen, da komm ich nicht so oft an
unseren Blogg, aber ich versuch mich zu bessern!



Vorletztes Wochenende waren Matthias` Ellis bei uns zu Besuch und wir
waren gemeinsam wandern. Am Samstag hatten wir fantastisches Wetter und
sind bis zur grossen Scheidegg gegangen, das ist der Pass zwischen
Meiringen und Grindelwald, von dort aus kann man Eigernordwand und
Mönch ganz toll sehen, die Jungfrau versteckt sich leider hinter dem
Eiger.

Wir haben das sehr genossen und hatten einen super Tag.



Am Sonntag war das Wetter dafür eher schlecht, die Wolken hingen schon
bei 1500m Höhe. Und wir sind mit dem Auto erstmal über eine recht
kleine, enge und kurvige Starsse bis auf 1800m Höhe gefahren zum
Melchsee, aber immer noch Wolken und Nebel. Nichts desto trotz sind wir
losgestiefelt in Richtung Balmeregghorn, doch bis oben hat sich der
Nebel nicht gelichtet. Aber es war ein ganz netter Winterspaziergang
durch bereits 15cm Schnee, nur leider ohne jede Aussicht -> daher auch keine Fotos ;-)

Die nächste Woche war Matthias` letzte auf der Baustelle und jetzt ist er endlich im warmen Büro, ist auch besser so, denn das Wetter wird immer ungemütlicher und kälter.

Letztes Wochenende ist Annett dann mal nach Bern gekommen, da waren wir ein bischen shoppen in der Stadt und haben am Sonntag noch den Tierpark besucht, ist schon witzig, wenn da Tiere gezeigt werden, die wir mittlerweile ja ganz gut aus freier Wildbahn am Wegesrand kennen.

Nun noch ein paar Bildchen zum Gucken und bis bald!




Die Engelhörner wurden am Morgen so angestrahlt, das sich ein herrliches Licht-Schattenspiel ergab.



Die Eiger-Nordwand und an ihrem Fuss Grindelwand, links dahinter der Mönch.



Nach so vielen Trekkingtouren haben wir jetzt auch den perfekten Gleichschritt raus!
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Montag, 29.10.2007

2 herrliche Wochenenden in Meiringen


die letzten beiden Wochenenden haben wir genutzt, um die Gegend von Meiringen – wo Annett ja wohnt und arbeitet – zu erkunden.

 

Zum einen waren wir im Trifts-tal, sind erst mit einer Seilbahn ein Stück hochgefahren, während es schneite (!) im Schnee zu einer Hütte gegangen, wo es dann erstmal einen Tee zum aufwärmen gab. Inzwischen riss die Wolkendecke mehr und mehr auf – bis kein Wölkchen mehr zu sehen war. Dann sind wir weiter zu einer ganz tollen Hängebrücke von der aus man auf den Gletschersee, Gletscher und die umliegenden Berge sehen kann – die Triftsbrücke! Von da aus, hatten wir noch einen 4-stündigen Abstieg vor uns.

 

Dann am Sonntag: nur 10 Minuten von der Klinik zu laufen: die Areschlucht. Der Fluss der von Meiringen bis Bern fließt (und natürlich noch weiter), hat sich zwischen Meiringen und Innertkirchen eine tiefe und enge Schlucht gegraben.

 

Und dieses Wochenende sind wir mit der Brienzer Rothhornbahn, bis zur Mittelstation gefahren und dann gut 2 Stunden rauf zum Rothhorn gewandert. Das tolle war, dass es im Tal bewölkt war, wir aber ab der Mittelstation über den Wolken waren – die Sonne schien und es war „richtig“ warm, bestimmt 12 Grad. Dadurch hatte man einen herrlichen Blick auf das gegenüberliegende schneebedeckte Massiv um Grindelwald – man konnte also Eiger, Mönch und Jungfrau super gut sehen! Dann sind wir einen anderen Weg, der ein Stück den Grat und weiter zur Mittelstation ging, zurück – und dabei immer über den Wolken. Den Blick aufs Tal, wollten diese nicht preis geben, dort war es nämlich den ganzen Tag bewölkt.

 

Gestern Morgen wurden wir schon von Sonnenstrahlen geweckt – ein sonniger Tag! Wir beschlossen klettern zu gehen, denn es war wieder nicht kalt. Gleich hinter Meiringen gibt es einen Fels zum klettern. Alle Routen haben alle 1-2 Meter Haken zum Exen einhängen – so super gesichert konnten wir schöne 7 Routen in 3 Stunden reißen. Die Umgebung und der Blick ins Tal waren umwerfend und auch viele andere Kletterer haben wahrscheinlich „abgeklettert“ – bevor die Skisaison losgeht!  

 

Ansonsten haben wir uns gut im Praktikum eingelebt und schwitzerditsch verstehen gelernt. Matthias findet sich auf der Baustelle zurecht und weiß mittlerweise was „inellen“ (einölen), n „Kessel“ (Eimer) und ne „Schrubbe“ (Schraube) ist und wer welche Sprache spricht, denn viele Schweizer „hat es“ (schwitzerditsch für „es gibt“) dort nicht: Osteuropäer, Italienier, Spanier, Portugiesen und natürlich auch Deutsche.

Annett hat in den ersten 2 Wochen 3 verschiedene Stationen (Reha, akut geschlossen, akut offen) und den allgemeinen Klinikablauf kennen gelernt, ist ab heute „richtig“ bei den Psychologen und arbeitet sich in ihre „wirklichen“ Tätigkeiten in der Klinik ein, näheres dazu später.




annett vor der verschneiten windegghütte (mit sehr nettem hüttenwart und warmem tee)



das ist also dir triftsbrücke ...



und das der blick zum gletscher



die areschlucht



die brienzer rothornbahn, schnuffelt den ganzen tag vor sich hin, steil berg auf durch zahnradantrieb



unter diesem wolkenmeer versteckt sich der brienzer see



Eiger, Mönch und Jungfrau



als sich die wolkendecke etwas lichtete



und da sind wir ein wenig rumgekletter, einfach traumhaft diese absicherung, da kann man einfach drauf los machen!
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Dienstag, 16.10.2007

schon wieder einiges passiert


Nachdem wir uns nun mit diversen Lebensmitteln eingedeckt haben (zu schweizer Preisen, da schnallst du ab...), haben wir auch Annetts neues Domizil bezogen, sehr schön gelegen im malerischen Meiringen, etwas kleiner als das Zimmer von Matthias, dafür mit eigenem Bad und supermodernen Küche auf der Etage.
Am Sonntag haben wir dann gleich noch eine kleine Wanderung in die Umgebung gemacht, weil so schönes Wetter war, wirklich traumhaft diese Alpenidylle!

Unsere ersten Arbeitstage haben wir jetzt auch hinter uns gebracht und es läuft so weit ganz gut, nur das Schwitzerditsch haben wir uns doch einfacher vorgestellt, also wenn die untereinander loslegen gibts kein halten mehr, null Chance irgendwas zu verstehen, aber da kommen wir auch noch dahinter!

Und nun die versprochenen Bilder:




Blick aus Matthias` Zimmer in Richtung "Bern City"



Blick aus Annetts Zimmer in Richtung " Meiringen City"



Und das war das erste, was uns bei der Ankuft in Meiringen erwartete.



Ausblick auf der ersten schönen Wanderung!
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Samstag, 13.10.2007

angekommen und gleich wieder weg

 ...in die Schweiz!

Nach knapp 9 Stunden Fahrt sind wir gestern Mittag in Bern angekommen. Hier haben wir gleich Matthias Zimmer im Studentenwohnheim bezogen - 15. Stock, groß und sauber, aber mit leichtem DDR-Charme (besonders die Einrichtung)

Später haben wir dann noch für Ihn eine Aufenthaltsbewilligung und eine Monatskarte besorgt - und dann nur noch geschlafen, da wir schon halb 1 in der Nacht aufgestanden waren.
Achja, beim Migrationsamt hat Matthias noch Kaliumjodidtabletten bekommen, wir haben ganz schön blöd aus der Wäsche geguckt. Aber das ist weil es hier ein Atomkraftwerk in der Nähe (20km Umkreis) gibt und man diese im Notfall (schweres Kernreaktorunglück) nehmen soll, damit sich kein radioaktives Jod in der Schilddrüse ansammelt. 

Bilder folgen - jetzt müssen wir uns erstmal mit Lebensmitteln versorgen

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Montag, 17.09.2007

Indiomarkt in Otavalo die Haelfte der Welt

So, das ist jetzt wohl unser letzter Eintrag aus Suedamerika, denn in 8 Studnen geht schon unser Flug ... :-(, aber auch die schoenste Reise hat nun mal ein Ende.

Am Sastag waren wir in Otavallo, ein mittelgrosser Ort noerdlich von Quito und der wohl groesste und wichtigste Handelsplatz fuer die Indigenen. Samstags ist der Markt am besonders riesig, mit tausenden Staenden in allen Strassen und auf verschiedenen Paletzen. Es gibt 4 Teile: den kleinen Viehmarkt, den Lebensmittelmarkt, den Gebrauchswarenmarkt und ganz wichtig der Handarbeitsmarkt, das Hauptziel aller Touristen, die sich dort kraeftig mit Souvenirs eindecken koennen, das haben wir natuerlich auch gemacht, nun muessen wir es ja nicht mehr weit mit uns rum schleppen! Aber auch die ganze atmosphaere in der Stadt ist einen Besuch wert, das ganze gewusel, die vielen kleinen Indigenen mit ihren Trachten zwischen den bunten uebervollen Staendchen und an jeder Ecke lautes Geschrei und gehandele ... ganz schoen viel fuer den "ruheverwoehnten" Europaeer.

Am Saonntag sind wir dann noch zur Haelfte der Welt, zum Aequator gefahren. Dort gibt es ein maechtiges Monument, was aber leider an der falschen Stelle steht (ca. 200m daneben), es soll an die erste franzoesische Expedition erinnern, die den Aequator an dieser Stelle festgelegt hat (keine schlechte Leistung vor ueber 200 Jahren). Wir sind dann direkt zum wirklichen (mit GPS ermittelten) Aequator gegangen, an dem es ein kleines Museum gibt, in dem mit einigen Experimenten einfach gezeigt werden kann, dass man sich wirklich auf der Scheide zwischen Nord- und Suedhalbkugel befindet - sehr interessant und unterhaltsam!

Natuerlich gibt es auch dort eine dicke rote Linie auf der wir dann auch die obligatorischen "Aequatorfotos" geschossen haben!

Den heutigen Tag verbringen wir noch in der Stadt, etwas herumschlaendern und die letzten kleinen Besorgungen erledigen, bevor wir dann zum (mitten in der Stadt gelegenen) Flughafen muessen. Die startenden und landenden Flugzeuge ziehen einem hier zum Teil nur wenige hundert Meter ueber dem Kopf vorbei, ein etwas gewoehnungsbeduerftiger Anblick, aber auf jeden Fall spektakulaer!

Viele typisch buntgestreifte Stoffe 

Die Marktfrauen an ihren Staendchen.

Matthias mal wieder sehr uebermuetig auf dem Aequator.

Annett laesst es da etwas ruhiger angehen.

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Donnerstag, 13.09.2007

unser erster "richtiger" 5000er

Nachdem wir schon zwei 5000er auf "kurzem Wege" begangen haben - haben wir gestern den Iliniza norte mit 5126m besiegen. Bei 3800m ging es los, bei schoenem Wetter und einigen Woelkchen um den Gipfel und es standen 1200m schoenen Weges vor uns. Doch das grosse Vergnuegen wurde schon bald durch die ersten kraeftigen Windboen (wir mussten manchmal stehen bleiben um nicht umzufallen) getruebt - ein kleiner Vorgeschmack auf den Rest des Weges! Dazu kam, dass der Gipfel und auch wir zunehmend in den Wolken verschwanden, aber da die Wolken schnell zogen und es immer mal wieder kurz aufriss - mit wirklich tollen blicken - blieb die Hoffnung und der Wille zum Gipfelsieg. Auf der Huette auf 4200 (in der wir eigentlich uebernachten wollten - die dazu aber garn nicht einlud)trafen wir auf zwei Hollaender die einen Guide dabei hatten - das war gunestig, denn die wollten auch rauf, aber am gleichen Tag noch absteigen und mit dem Jeep zurueck - nach ein paar Verhandlungen war der Preis fuer die Rueckfahrt dann auch klar. Wir nahmen also den Gipfel gleich in Angriff. In nur 2 Stunden bewaeltigten wir dann die verbleibenden 500m, erst ein unschoener Schutthang, gefolgt von einem wunderbaren Grad mit leichter Kletterei - wirklich vom Feinsten, wenn da nicht dieser Wind und der Nebel gewesen waeren. Auf dem Gipfel standen wir unveraender im Nebel. Nur kurz riss es auf doch die Sicht auf den gegenueberliegenden bekannten Cotopaxi (knapp 5900m) bliebt uns leider verwehrt. Beim Abstieg machte uns der Wind nochmal ganz schoen zu schaffen, so dass wir nicht den direkten Abstieg nehmen konnten (denn dort ist man noch viel weniger Windgeschuetzt ), sonder den gleichen Weg ueber die Huette zureuckgingen und ziemlich knuelle aber gluecklich nach 8 Stunden bei Jeep ankamen.

So schoen sieht der Iliniza Norte aus, wenn er sich nicht gerade in den Wolken versteckt.

 

Ich war wirklich oben ...

... und Annett natuerlich auch! 

Aus der Nebelsuppe sind wir aufgestiegen.

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Freitag, 07.09.2007

traurige Schildkroetengeschichte

Nachdem wir heut aus dem Wasser gekommen waren, haben wir was grosses halbrundes am Stand liegen sehen. Ein Mann war schneller als wir und hat die Schildkroete an ihrem Panzer ganz an Land gezogen. Als wir dazustiessen, meinte er sie sei zum Sterben an den Strand gekommen, sie sei krank und wuerde nicht wieder ins Meer wollen.

Nach und nach kamen noch einige andere Ecuadorianer, alle gingen ziemlich unsanft mit dem sterbenen Tier um, haben es grob angefasst und mit den Fuessen angehoben, umgedreht und geguckt usw.

Der Mann der sie rausgezogen hatte, redete mit einem anderen, wie er wohl den Panzer am besten abschneide und der andere meinte er haette ein gutes Messer. Danach verschwand er, in der Zwischenzeit erzahlte uns sein Freund (mit dem Messer), dass sie den Panzer fuer 30 Dollar in Quito verkaufen wollen und etwa 15kg Schilkroeten-Fleisch sich auch gut verkaufen laesst - dann kam auch schon der andere mit einem Sack und packte das noch lebende Tier grobschlechtig in einen Plastisack - und weg war er.

Wir standen voellig fassungslos daneben und waren wie gelaehmt, von diesen schnellen und skrupellosen Machenschaften. Einschreiten waere sinnlos gewesen, von Artenschutz hat hier eh noch keiner was gehoert und die Polizei ist kurrupt (zudem ist unser spanisch doch noch nicht so weit, um in Sachen Tierschutz schlagkraeftig argumentieren zu koennen)  

Im letzten Monat seien hier in Canoa 3 weite Schildkroeten gestrandet, alle seien krank gewesen - nach dem was und warum wird nicht gefragt.

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